Richtig grillen (Teil 3/5): direkt und indirekt grillen

Direkt und indirekt grillen
Wenn man sich als Neuling am Grillrost mit den alten Holzkohle-Hasen über Grillmethoden unterhält, schwirrt einem bald der Kopf. Direkt grillen, indirekt grillen, smoken, kalträuchern… wer soll sich da denn auskennen? Keine Panik, die unterschiedlichen Grillmethoden lassen sich leicht auseinander halten.Fangen wir mit dem direkten Grillen an, denn das ist die gebräuchlichste Grillmethode. Fleisch, Fisch oder Gemüse platzieren Sie dabei auf dem Rost direkt über der Hitzequelle (Holzkohle, Gasbrenner, Heizschlange). Das Grillgut wird dabei sehr heiß, es entsteht die typische Grillkruste, und der größte Teil des Saftes bleibt im Gargut.Beim indirekten Grillen benutzen Sie einen Grill mit verschließbarem Deckel (einen Kugel-Grill zum Beispiel) und platzieren das Grillgut neben oder seitlich versetzt über der Hitzequelle. Die Hitze wird vom geschlossenen Grilldeckel reflektiert, erreicht das Gargut also indirekt. Natürlich erreichen Sie beim indirekten Grillen nicht so hohe Temperaturen wie beim direkten Grillen, wo es auf dem Rost schon mal an die 270 Grad heiß werden kann. 130 bis 220 Grad sind indirekt das höchste der Grillgefühle. Das ergibt nicht immer eine so schöne Kruste wie auf dem Rost, dafür garen aber z. B. größere Fleischstücke gleichmäßiger und werden saftiger, ohne zu verbrennen.Kommen wir zum Smoken: Hier garen Sie Fleisch, Fisch oder Gemüse bei niedriger Temperatur (90 bis 130 Grad) im Rauch. Idealerweise verwenden Sie dazu einen klassischen Barbecue-Smoker, der zwei Behälter hat: einen für das Grillgut und einen für das Brennmaterial.Das Kalträuchern schließlich ist Smoken bei noch niedrigeren Temperaturen (15-25 Grad) unter Verwendung spezieller Holzsorten (Buche, Tanne). Kalträuchern dauert Stunden oder gar Tage. Daher benutzen Sie dafür sinnvollerweise einen Räucherofen, in dem Sie Würste, Schinken oder auch Fisch räuchern können.Aber ob Sie nun Fisch oder Fleisch smoken, kalträuchern, direkt oder indirekt grillen, vergessen Sie dabei nie die wichtigste Grillzutat: gute Laune.

Bildquelle: Republica / Pixabay

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